Achtsamkeit: Definition, Wirkung & Übungen für mehr Balance
Was ist Achtsamkeit? – Definition und Ursprung
Achtsamkeit ist mehr als nur ein Trend – sie ist eine jahrtausendealte Praxis, die heute durch wissenschaftliche Studien und Psychologie neu entdeckt wurde. Der Begriff stammt aus dem Buddhismus und wird im Pali (der Sprache alter buddhistischer Schriften) als „Sati“ bezeichnet, was so viel bedeutet wie bewusste Präsenz oder Gewahrsein im Hier und Jetzt.
Im modernen Kontext wird Achtsamkeit als eine bewusste, nicht wertende Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment definiert. Es geht darum, Erlebnisse, Gedanken und Gefühle wahrzunehmen, ohne sie zu beurteilen oder automatisch auf sie zu reagieren.
Moderne Definition
Der Psychologe Jon Kabat-Zinn, der die Achtsamkeitspraxis in den Westen brachte, beschreibt sie so:
„Achtsamkeit bedeutet, auf eine bestimmte Weise aufmerksam zu sein: bewusst, im gegenwärtigen Moment und ohne zu urteilen.“
Diese Haltung erlaubt uns, aus dem Autopilot-Modus des Alltags auszusteigen und mehr Klarheit, Ruhe und Selbstbestimmung zu gewinnen.
Historischer Ursprung
- Buddhistische Tradition: Ursprünglich Teil der meditativen Praxis, um Einsicht und Gelassenheit zu fördern.
- Philosophische Parallelen: Auch in stoischen Konzepten der Antike finden sich ähnliche Ideen der Gegenwärtigkeit und Akzeptanz.
- Moderne Entwicklung: Seit den 1970er Jahren hat Achtsamkeit ihren Weg in die westliche Medizin und Psychologie gefunden – vor allem durch Kabat-Zinns MBSR-Programm (Mindfulness-Based Stress Reduction).
Achtsamkeit heute
Heute wird Achtsamkeit nicht nur in der Therapie, sondern auch in Unternehmen, Schulen und im Alltag praktiziert. Sie ist ein Werkzeug, um Stress zu reduzieren, mentale Gesundheit zu fördern und ein bewussteres Leben zu führen.
Warum ist Achtsamkeit wichtig? – Wissenschaftliche Hintergründe
Achtsamkeit ist weit mehr als eine Wohlfühltechnik: Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass achtsames Wahrnehmen tiefgreifende Auswirkungen auf das Gehirn, das Nervensystem und das allgemeine Wohlbefinden hat. Sie hilft uns, bewusster zu leben, Stress abzubauen und unsere emotionale Stabilität zu stärken.
Neurobiologische Effekte von Achtsamkeit
Moderne bildgebende Verfahren wie fMRT zeigen, dass Achtsamkeitspraxis die Struktur und Aktivität bestimmter Gehirnregionen verändert:
- Präfrontaler Kortex: Verantwortlich für Selbstkontrolle und Entscheidungsfindung – wird durch Achtsamkeit gestärkt.
- Amygdala: Zentrum für Angst und Stressreaktionen – ihre Aktivität nimmt ab, wodurch wir gelassener reagieren.
- Hippocampus: Wichtiger Bereich für Gedächtnis und Emotionsregulation, der durch Achtsamkeit vergrößert wird (Hölzel et al., 2011).
Achtsamkeit und Stressreduktion
Das MBSR-Programm (Mindfulness-Based Stress Reduction) von Jon Kabat-Zinn wurde in über 40 Jahren in hunderten Studien untersucht. Ergebnisse zeigen:
- Deutliche Senkung des Cortisolspiegels (Stresshormon).
- Reduzierung von Angst- und Depressionssymptomen.
- Verbesserung von Schlafqualität und Konzentration.
Auswirkungen auf die psychische Gesundheit
Achtsamkeit wird mittlerweile erfolgreich in der Psychotherapie eingesetzt, z. B. in der MBCT (Mindfulness-Based Cognitive Therapy) zur Rückfallprävention bei Depressionen. Studien belegen:
- Bis zu 43 % geringeres Rückfallrisiko bei depressiven Episoden (Segal et al., 2018).
- Signifikante Verbesserungen bei Angststörungen, Burnout und posttraumatischen Belastungen.
Physische Gesundheit
Auch der Körper profitiert:
- Blutdruck wird gesenkt.
- Entzündungswerte (CRP) können reduziert werden.
- Positive Effekte bei chronischen Schmerzen (durch veränderte Schmerzwahrnehmung).
Warum das wichtig ist
In einer Welt voller Ablenkungen und Reizüberflutung bietet Achtsamkeit einen wissenschaftlich fundierten Weg, das Nervensystem zu beruhigen und psychische wie körperliche Gesundheit zu fördern – ein zentraler Pfeiler auch im Human Code, um nachhaltige Balance und Resilienz aufzubauen.
Wie wirkt Achtsamkeit auf Körper und Geist? – Studien und Forschung
Achtsamkeit wirkt tiefgreifend auf unsere psychische und physische Gesundheit. Sie beeinflusst nicht nur unsere Wahrnehmung, sondern auch die Art und Weise, wie unser Gehirn, Nervensystem und Körper auf Stress, Emotionen und Umweltreize reagieren.
1. Auswirkungen auf das Gehirn
Neuroplastizität – die Fähigkeit des Gehirns, sich zu verändern – ist ein Schlüssel zur Wirkung von Achtsamkeit.
- Veränderung der Gehirnstruktur:
Eine Studie von Hölzel et al. (2011) zeigte, dass bereits 8 Wochen Achtsamkeitstraining das Volumen des Hippocampus (Gedächtnis und Emotionsregulation) signifikant erhöht und die Amygdala (Stresszentrum) verkleinert. - Verbesserte Emotionskontrolle:
Durch die Aktivierung des präfrontalen Kortex können wir Emotionen besser regulieren und impulsive Reaktionen verringern.
2. Stressreduktion und Nervensystem
Achtsamkeit aktiviert den Parasympathikus, den „Ruhenerv“ unseres autonomen Nervensystems.
- Cortisol-Senkung: Studien belegen einen signifikanten Rückgang des Stresshormons Cortisol bei regelmäßiger Praxis (Matousek et al., 2010).
- Beruhigung der Stressachse (HPA-Achse): Die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse reagiert weniger stark auf Belastungen – wir fühlen uns stabiler und belastbarer.
3. Verbesserte psychische Gesundheit
Achtsamkeit ist heute ein fester Bestandteil evidenzbasierter Therapien:
- Depression: Mindfulness-Based Cognitive Therapy (MBCT) reduziert Rückfälle um bis zu 43 % (Segal et al., 2018).
- Angststörungen: Regelmäßige Praxis verringert die Aktivität der Amygdala und senkt Angstniveaus signifikant (Goldin & Gross, 2010).
- Burnout: Achtsamkeit senkt emotionale Erschöpfung und steigert Resilienz – besonders relevant in Berufsfeldern mit hoher Belastung.
4. Körperliche Effekte
Achtsamkeit beeinflusst auch messbare physiologische Parameter:
- Herzfrequenzvariabilität (HRV): Erhöht sich, was auf eine bessere Anpassungsfähigkeit des Nervensystems hinweist.
- Entzündungswerte: Studien (Black & Slavich, 2016) zeigen eine Verringerung entzündlicher Marker (z. B. CRP).
- Schmerzbewältigung: Achtsamkeit verändert die Schmerzwahrnehmung im Gehirn und steigert die Toleranz gegenüber chronischen Schmerzen.
5. Positive Effekte auf den Alltag
Die Kombination dieser Veränderungen führt zu:
- Besseren Schlafmustern
- Höherer Konzentrationsfähigkeit
- Mehr Gelassenheit und emotionaler Stabilität
Diese Erkenntnisse machen deutlich: Achtsamkeit ist keine esoterische Praxis, sondern ein wissenschaftlich fundiertes Training für Geist und Körper – und ein zentrales Element im Human Code.
Achtsamkeit im Alltag – Praktische Übungen
Achtsamkeit muss nicht kompliziert sein. Schon kleine Übungen, die du in deinen Tagesablauf integrierst, können langfristig große Wirkung entfalten. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit: lieber täglich wenige Minuten als gelegentlich lange Einheiten.
Hier sind bewährte Achtsamkeitsübungen, die leicht umsetzbar und wissenschaftlich fundiert sind:
1. Atemmeditation (3–5 Minuten)
Eine der einfachsten Methoden, um ins Hier und Jetzt zu kommen.
So geht’s:
- Setze dich bequem hin, schließe die Augen.
- Richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem.
- Spüre, wie die Luft durch die Nase ein- und ausströmt.
- Wenn Gedanken abschweifen, nimm sie wahr und kehre sanft zum Atem zurück.
Wirkung: Studien zeigen, dass schon wenige Minuten Atemmeditation das Stressniveau und die Aktivität der Amygdala reduzieren.
2. Body Scan
Eine Übung, die Körperwahrnehmung und Entspannung fördert.
So geht’s:
- Lege dich bequem auf den Rücken oder setze dich entspannt hin.
- Wandere mit deiner Aufmerksamkeit langsam von den Füßen bis zum Kopf.
- Spüre jede Region bewusst, ohne zu bewerten.
- Atme in verspannte Bereiche hinein und lasse los.
Wirkung: Fördert die Verbindung von Körper und Geist, senkt Muskelspannung und steigert die Entspannungsreaktion.
3. Achtsames Gehen
Perfekt für Pausen oder Spaziergänge.
So geht’s:
- Gehe langsam und bewusst, ohne Ziel oder Eile.
- Spüre den Kontakt der Füße mit dem Boden bei jedem Schritt.
- Richte deine Aufmerksamkeit auf Körperbewegungen, Geräusche und Umgebung.
Wirkung: Bringt Ruhe in den Geist, reduziert Grübeln und fördert Präsenz.
4. 5-Sinne-Übung (Sinneswahrnehmung)
Eine schnelle Übung für zwischendurch, um sofort im Moment anzukommen.
So geht’s:
- Benenne 5 Dinge, die du siehst
- 4 Dinge, die du fühlst
- 3 Dinge, die du hörst
- 2 Dinge, die du riechst
- 1 Sache, die du schmeckst
Wirkung: Sofortiger Fokuswechsel, besonders effektiv bei Stress oder Angst.
5. Dankbarkeitsreflexion
Dankbarkeit trainiert positive Aufmerksamkeit.
So geht’s:
- Schreibe abends 3 Dinge auf, für die du dankbar bist.
- Reflektiere kurz, warum sie dir wichtig sind.
Wirkung: Studien zeigen, dass Dankbarkeit die Stimmung hebt und depressive Symptome verringert.
6. Mikro-Pausen im Alltag
- 1 Minute bewusstes Atmen vor Meetings
- 10 tiefe Atemzüge, bevor du eine E-Mail öffnest
- Kurzes Innehalten, bevor du eine neue Aufgabe beginnst
Wirkung: Unterbricht den Autopilot-Modus und bringt mehr Klarheit in hektische Phasen.
Human Code Tipp: Integriere diese Übungen in feste Routinen – z. B. morgens nach dem Aufstehen oder abends vor dem Schlafengehen. So werden sie schnell zur Gewohnheit und Teil deines Alltags.
Achtsamkeit bei Stress und mentaler Gesundheit
Achtsamkeit ist ein wirksames Werkzeug, um Stress zu reduzieren und die psychische Gesundheit zu stärken. Gerade in unserer schnelllebigen und reizüberfluteten Welt hilft sie, innere Ruhe zu finden und Resilienz aufzubauen.
Wie Achtsamkeit Stress reduziert
Stress entsteht, wenn unser Nervensystem im Dauer-Alarmmodus bleibt. Achtsamkeit aktiviert gezielt den Parasympathikus, auch „Ruhenerv“ genannt, der für Entspannung und Regeneration zuständig ist.
- Studienergebnisse: Regelmäßige Achtsamkeitspraxis senkt nachweislich den Cortisolspiegel (Matousek et al., 2010).
- Durch achtsame Atmung oder Meditation wird der Herzschlag ruhiger, die Muskelspannung nimmt ab und das Gehirn schaltet von der „Alarmreaktion“ in den Entspannungsmodus.
Effekte auf mentale Gesundheit
Achtsamkeit wird gezielt in der Psychotherapie eingesetzt, um psychische Belastungen zu lindern:
- Depressionen: Mindfulness-Based Cognitive Therapy (MBCT) reduziert das Rückfallrisiko bei Depressionen um bis zu 43 % (Segal et al., 2018).
- Angststörungen: Achtsamkeitsübungen beruhigen die Amygdala (Angstzentrum) und fördern ein Gefühl der Sicherheit (Goldin & Gross, 2010).
- Burnout und Erschöpfung: Besonders im Arbeitsumfeld beugen Achtsamkeitstrainings emotionaler Erschöpfung vor und erhöhen die Resilienz.
Mechanismen der Wirkung
- Emotionsregulation: Durch Achtsamkeit beobachten wir unsere Gedanken und Gefühle, ohne uns von ihnen überwältigen zu lassen.
- Unterbrechung des Grübelns: Achtsamkeit verschiebt den Fokus weg von belastenden Gedankenspiralen hin zur Gegenwart.
- Selbstmitgefühl: Mit Übungen wie „Loving-Kindness-Meditation“ wird ein freundlicherer Umgang mit sich selbst gefördert.
Achtsamkeit im Arbeitskontext
Auch Unternehmen setzen zunehmend auf Achtsamkeitstrainings, um Stress zu senken und Produktivität zu erhöhen.
- Programme wie „Search Inside Yourself“ (Google) oder MBSR-Kurse in Firmen haben gezeigt: Achtsamkeit steigert nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch Fokus und Entscheidungsfähigkeit.
Human Code Perspektive
Im Human Code dient Achtsamkeit als zentraler Anker für mentale Stabilität. Durch regelmäßige kurze Achtsamkeitsübungen werden Reizüberflutung und Stresssymptome verringert, das Nervensystem gestärkt und langfristig Resilienz aufgebaut – eine Basis, um alle weiteren Lebensbereiche bewusst zu gestalten.
Typische Missverständnisse über Achtsamkeit
Obwohl Achtsamkeit inzwischen weit verbreitet ist, gibt es viele Missverständnisse darüber, was sie wirklich bedeutet. Diese Fehldeutungen können dazu führen, dass Menschen falsche Erwartungen haben oder die Praxis frühzeitig aufgeben.
1. „Achtsamkeit bedeutet, den Kopf frei zu bekommen“
Viele glauben, Achtsamkeit sei gleichbedeutend mit „nicht denken“. Tatsächlich geht es jedoch nicht darum, Gedanken zu unterdrücken, sondern sie bewusst wahrzunehmen.
- Richtig: Achtsamkeit bedeutet, Gedanken zu beobachten, ohne sie zu bewerten oder automatisch auf sie zu reagieren.
- Wirkung: Dadurch entsteht Abstand zu den Gedanken und innere Ruhe.
2. „Achtsamkeit ist nur Meditation“
Meditation ist eine Form der Achtsamkeit, aber nicht die einzige.
- Richtig: Achtsamkeit kann auch beim Gehen, Essen, Zuhören oder in kleinen Alltagspausen praktiziert werden.
- Schon kurze Momente bewusster Präsenz – wie langsames Atmen oder bewusstes Wahrnehmen der Umgebung – sind Achtsamkeitspraxis.
3. „Achtsamkeit ist religiös oder esoterisch“
Achtsamkeit hat zwar buddhistische Wurzeln, wird heute jedoch säkular und wissenschaftlich fundiert vermittelt.
- Klinische Programme wie MBSR und MBCT sind frei von religiösen Inhalten und in Krankenhäusern, Schulen und Unternehmen etabliert.
4. „Ich habe keine Zeit für Achtsamkeit“
Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass Achtsamkeit viel Zeit erfordert.
- Richtig: Schon 3–5 Minuten täglich können Wirkung zeigen.
- Mikro-Pausen wie bewusstes Atmen zwischen Terminen oder achtsames Essen sind leicht in den Alltag integrierbar.
5. „Achtsamkeit soll alle Probleme lösen“
Achtsamkeit ist kein Allheilmittel und ersetzt keine Therapie bei schweren psychischen Erkrankungen.
- Richtig: Sie ist ein unterstützendes Werkzeug, das Stress reduziert, Emotionen reguliert und Klarheit schafft – besonders in Kombination mit weiteren Strategien wie Bewegung, Schlafhygiene und ggf. professioneller Hilfe.
6. „Ich bin nicht gut genug darin“
Viele geben auf, weil sie meinen, sie „könnten es nicht“. Doch Achtsamkeit ist keine Leistung.
- Richtig: Jede Übung ist wertvoll – selbst wenn der Geist ständig abschweift. Das sanfte Zurückführen der Aufmerksamkeit ist bereits der Kern der Praxis.
Diese Klarheit ist wichtig, um Achtsamkeit realistisch zu sehen: Es geht nicht um Perfektion, sondern um bewusstes Dasein und Selbstmitgefühl.
Wie baue ich eine Achtsamkeitspraxis auf? – Routinen und Tipps
Achtsamkeit ist wie ein Muskel: Sie entwickelt sich durch regelmäßiges Training. Der Schlüssel liegt nicht in langen Sitzungen, sondern in der Kontinuität kleiner Schritte, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen.
1. Mit kleinen Einheiten starten
- Beginne mit 3–5 Minuten täglich.
Kurze Übungen sind realistischer und leichter beizubehalten als lange Sitzungen. - Erhöhe langsam: Wenn es zur Gewohnheit wird, steigere schrittweise auf 10–20 Minuten.
2. Einen festen Zeitpunkt wählen
Regelmäßigkeit ist entscheidend.
- Morgens: Achtsamkeit als Start in den Tag bringt Klarheit und Fokus.
- Abends: Hilft, den Tag loszulassen und besser zu schlafen.
- Mikro-Pausen: Auch zwischendurch (z. B. zwischen Meetings oder beim Warten) sind wertvolle Gelegenheiten.
3. Einen festen Ort schaffen
Ein ruhiger Ort, frei von Ablenkungen, erleichtert den Einstieg.
- Gestalte eine kleine Achtsamkeitsecke mit Kissen, Pflanzen oder Kerzen.
- Der visuelle Anker signalisiert deinem Gehirn: „Jetzt ist Zeit für Ruhe.“
4. Geführte Meditationen nutzen
Apps und Programme können den Einstieg erleichtern:
- Apps: Headspace, Calm, Insight Timer, 7Mind
- MBSR-Kurse: Mindfulness-Based Stress Reduction, ein wissenschaftlich fundiertes 8-Wochen-Programm
5. Alltagsroutinen achtsam gestalten
Du kannst fast jede Tätigkeit in Achtsamkeit verwandeln:
- Essen: Langsam kauen, Geschmack und Konsistenz bewusst wahrnehmen.
- Gehen: Schritte spüren und den Atem synchronisieren.
- Arbeiten: Vor jeder neuen Aufgabe drei tiefe Atemzüge nehmen.
6. Erinnerungshilfen einbauen
- Handyerinnerungen: Kleine Benachrichtigungen wie „Pause und Atmen“.
- Visuelle Anker: Post-its mit kurzen Mantras („Hier und Jetzt“) an Monitor oder Spiegel kleben.
7. Selbstmitgefühl kultivieren
Sei freundlich zu dir, auch wenn es „nicht perfekt läuft“. Gedanken abschweifen zu lassen ist normal. Jedes Zurückkehren zum Moment ist bereits Achtsamkeit.
8. Integration ins Human Code System
Im Human Code ist Achtsamkeit ein Grundpfeiler für Selbstführung und Balance. Sie kann kombiniert werden mit:
- Täglichen Routinen (z. B. Morgenrituale)
- Bewegung in der Natur
- Atemübungen zur Stressregulation
Diese Synergie stärkt nicht nur das Nervensystem, sondern macht Achtsamkeit zu einem festen Bestandteil deines Lebensstils.
Achtsamkeit im Human Code Kontext
Im Human Code ist Achtsamkeit nicht nur eine einzelne Technik, sondern ein zentraler Baustein für ein bewusstes, gesundes Leben. Sie ist das Bindeglied, das alle anderen Prinzipien miteinander verknüpft – von Bewegung über Schlaf bis hin zu emotionaler Resilienz.
Warum Achtsamkeit im Human Code so wichtig ist
- Grundlage für Selbstführung: Wer achtsam lebt, erkennt Muster im eigenen Verhalten schneller und kann bewusstere Entscheidungen treffen.
- Verankerung im Hier und Jetzt: Achtsamkeit hilft, den „Autopilot-Modus“ zu verlassen und das Leben aktiv zu gestalten.
- Stärkung der 10 Human Code Prinzipien: Ob „Natürlich bewegen“, „Bewusst atmen“ oder „Tief verbunden“ – Achtsamkeit verstärkt die Wirkung jeder dieser Säulen.
Verbindung zu den 10 Prinzipien
- Zirkadian leben: Achtsamkeit unterstützt das bewusste Wahrnehmen des eigenen Energielevels und des natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus.
- Bewusst atmen: Atemübungen sind eine direkte Form von Achtsamkeit und beruhigen das Nervensystem.
- Tief verbunden: Präsenz im Moment fördert echte Begegnungen und verbessert Beziehungen.
- Selbstführung und Struktur: Mit Achtsamkeit fällt es leichter, Routinen zu etablieren und dranzubleiben.
Praktische Integration im Human Code Alltag
- Achtsame Morgenroutine: 5 Minuten Atemmeditation direkt nach dem Aufstehen.
- Mikro-Achtsamkeit im Alltag: Kleine Pausen zum Spüren und Atmen zwischen Aufgaben.
- Abendritual: Dankbarkeitstagebuch oder eine kurze Reflexion als achtsamer Abschluss des Tages.
Diese einfachen Elemente bringen Klarheit und Ruhe in den Alltag – sie stärken Körper, Geist und Emotionen gleichzeitig.
Achtsamkeit Human Code Rahmen
Achtsamkeit wirkt wie der rote Faden im Human Code: Sie verbindet innere Ruhe mit Selbstführung, fördert mentale Stabilität und legt den Grundstein für nachhaltige Balance. Mit achtsamer Präsenz lassen sich die Prinzipien des Human Code nicht nur anwenden, sondern bewusst erleben – ein entscheidender Schritt zu mehr Lebensqualität und Resilienz.
Achtsamkeit als Schlüssel zu Balance und Lebensqualität
Achtsamkeit ist kein kurzfristiger Trend, sondern eine tief verwurzelte Praxis, die von moderner Wissenschaft bestätigt wird. Sie ermöglicht uns, den Moment bewusst zu erleben, Stress zu reduzieren und Klarheit in einer oft hektischen Welt zu gewinnen.
Indem wir lernen, präsent zu sein, verbessern wir nicht nur unsere mentale Gesundheit, sondern auch unser körperliches Wohlbefinden, unsere Beziehungen und unsere Fähigkeit zur Selbstführung. Achtsamkeit wirkt wie ein mentales Training, das uns Schritt für Schritt resilienter, fokussierter und gelassener macht.
Im Human Code: Achtsamkeit als Fundament
Im Rahmen des Human Code ist Achtsamkeit das Bindeglied, das alle Prinzipien miteinander verknüpft – von „Zirkadian leben“ über „Bewusst atmen“ bis hin zu „Tief verbunden“. Sie verleiht den täglichen Routinen Tiefe und hilft, die eigenen Ressourcen zu stärken und bewusster zu leben.
Mit kurzen, regelmäßigen Achtsamkeitsübungen kannst du beginnen:
- 5 Minuten Atemmeditation am Morgen
- Achtsames Gehen in der Mittagspause
- Dankbarkeitsreflexion am Abend
Diese kleinen Schritte haben große Wirkung.
Achtsamkeit ist kein starres Konzept, sondern eine Haltung: präsent sein, ohne zu urteilen, und das Leben bewusst zu gestalten. Sie ist der Schlüssel, um den Autopilot des Alltags zu verlassen und wieder selbst am Steuer zu sitzen.
Starte heute noch:
Beginne mit einer kleinen Achtsamkeitsübung und beobachte, wie sie deinen Tag verändert. Im Human Code ist dies nicht nur eine Methode, sondern ein Weg, um Körper und Geist in Einklang zu bringen – nachhaltig, wirksam und lebensnah.
Literaturquellen
- Hölzel, B. K., et al. (2011).
Mindfulness practice leads to increases in regional brain gray matter density. Psychiatry Research: Neuroimaging, 191(1), 36–43.
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Full Catastrophe Living: Using the Wisdom of Your Body and Mind to Face Stress, Pain, and Illness. Bantam Dell.
